Kältestress bei Rindern nicht unterschätzen – TechMix Global

Kältestress bei Rindern nicht unterschätzen

Obwohl oft übersehen, kann Kältestress sowohl Milch- als auch Rinderkühe erheblich beeinträchtigen. Die Aufmerksamkeit auf die klimatischen Bedingungen konzentriert sich typischerweise auf Hitzestress, wenn Anzeichen von Überhitzung und Dehydrierung leichter zu erkennen sind. Kältestress, der üblicherweise als <32 °C (0 °F) gilt, hat jedoch ebenso negative Folgen für Gesundheit und Leistung, wenn er nicht behandelt wird.

Kältestress erhöht den Energiebedarf

Es gibt viele Faktoren und Bedingungen, die zu Kältestress bei Nutztieren beitragen können, darunter:
• Nasse Umgebungen
• Temperaturen unter dem Gefrierpunkt
• Wind
• Mangel an Obdach

Diese Kältestressfaktoren können unabhängig voneinander oder in Kombination auf verschiedene Weise Auswirkungen auf die Kühe haben, unter anderem:
• Verhaltensänderung
• Verbesserung der körperlichen Verfassung
• Steigender Nährstoffbedarf
• Trägt zu einer geringeren Futter- und Wasseraufnahme bei
• Leistungseinbußen

Kältestress kann sich negativ auf die Trockenmasseaufnahme (DMI) und den Wasserverbrauch auswirken. Eine verringerte DMI in Verbindung mit einem erhöhten Energiebedarf zur Aufrechterhaltung der Basaltemperatur wirken sich gegensätzlich aus und können sich negativ auf die Darmgesundheit und die Produktionsparameter auswirken.

Der Energiebedarf sowohl zur Gewichtserhaltung als auch zur Leistungssteigerung erhöht den Energiebedarf der Nahrung (bis zu 40 % mehr bei extremer Kälte) und erfordert eine höhere Futteraufnahme. Daher kann jede Unterbrechung der Futteraufnahme die Leistung und die körperliche Verfassung negativ beeinflussen.

Bei Kältestress wird zusätzliche Nahrungsenergie benötigt für
• Erhaltung des Körpergewichts
• Produktionsanforderungen
• Deckung des erhöhten Stoffwechselbedarfs

Um die wirtschaftlichen Verluste während Perioden großer Kälte zu minimieren, kann eine Umstellung der Ernährung erforderlich sein.

Wenn die Temperaturen in den Wintermonaten fallen, BEDENKEN SIE, dass bei 32 °C (0 °F) die Produktivität und Leistungsfähigkeit einer Kuh beeinträchtigt wird.

Auswirkungen von Kältestress auf den Body Condition Score

Der Body Condition Score (BCS) ist ein subjektives Maß zur indirekten Schätzung des Körperfettanteils. Fett besitzt isolierende Eigenschaften und kann daher die Anfälligkeit für Kältestress vorhersagen.

Insbesondere Milchkühe in der Übergangsphase verstoffwechseln Fettgewebe schnell, um die Milchproduktion zu unterstützen, und sind daher besonders anfällig für Kältestress. Interessanterweise werden während der Übergangsphase auch Fettdepots aus den Ballen der Pfoten (die für die Abfederung des Körpergewichts beim Gehen und Stehen verantwortlich sind) mobilisiert. Wunde Pfoten können daher die Bereitschaft oder Fähigkeit der Kühe zur Futteraufnahme verringern, was zu einer verringerten Futteraufnahme und möglicherweise zu weiteren gesundheitlichen Problemen führt.

Kühe mit einem niedrigen Body Condition Score können außerdem mit Folgendem größere Schwierigkeiten haben:
• Kalben
• Geringere Kolostrumqualität
• Längere Erholung
• Schlechte Zucht zurück

Darüber hinaus neigen Kälber von Kühen mit einem niedrigeren BCS eher dazu, bei der Geburt schwach zu sein und sind anfälliger für Krankheiten, was teilweise auf die bereits erwähnte verringerte Kolostrumqualität zurückzuführen ist.

Kühe mit einem höheren Körperfettanteil sind weniger anfällig für Kältestress. Körperfett ist zwar das wichtigste isolierende Element, doch dickes, trockenes Fell speichert die Wärme und bildet eine isolierende Decke. Nasse Haare verfilzen und legen sich flach, sodass die Wärme entweichen kann. Dadurch erhöht sich die Anfälligkeit der Tiere für Kältestress. Nässe und Wind sollten durch Unterstände und Windschutz vermieden werden, an denen die Kühe Schutz finden. Saubere, trockene Einstreu schützt die Kühe zusätzlich vor gefrorenem Boden.

Nährstoffangereichertes Wasser kann helfen

In den heißen und trockenen Sommermonaten ist es leicht vorstellbar, dass Kühe viel Wasser benötigen. Doch auch im kalten Winter können Faktoren zur Dehydration beitragen:
• Atmung
• Verdunstung
• Urinieren

Neben hochwertigem, energiereichem Futter ist es wichtig, Kühen zwei- bis dreimal täglich sauberes, frisches Wasser anzubieten und sicherzustellen, dass es stets aufgetaut ist. Die Zugabe von Bovine BlueLite® zum Futter oder Wasser trägt zur Deckung des Energiebedarfs bei und trägt zur Erhaltung der für eine optimale Flüssigkeitszufuhr notwendigen Elektrolyte bei.

Extreme Temperaturen – ob heiß oder kalt – können die Milchproduktion sowie die allgemeine Gesundheit und Leistung der Kuh beeinträchtigen. Gutes Management, eine ausgewogene Ernährung und ein ausreichender Flüssigkeitshaushalt sind für optimale Ergebnisse entscheidend.